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Die Akazienfaser sorgt für Schwung im Darm

Der große Unterschied: Wasserlösliche und wasserunlösliche Ballaststoffe

Generell gibt es zwei Varianten von Ballaststoffen: wasserlösliche und wasserunlösliche. Für die Darmflora sind vor allem die wasserlöslichen Ballaststoffe interessant. Hier kommen die Inhaltsstoffe Resistente Dextrine, Glucomannan und Akazienfaser ins Spiel. Sie rücken zunehmend in den Mittelpunkt, wenn es um unsere Gesundheit und Fitness geht. Der große Vorteil: Sie wirken bifidogen. Das bedeutet, dass sie die Anzahl nützlicher Darmbakterien deutlich erhöhen können. Werden die drei Inhaltsstoffe gleichzeitig eingenommen, wirken sie synergetisch in den unterschiedlichen Bereichen von Magen und Darm.

Resistente Dextrine – gut für die Darmtätigkeit

Resistente Dextrine entstehen, wenn Stärke auf Wasser, Wärme und Enzyme trifft. Die Stärke wird dabei in kleinere Einheiten zerlegt, in die sogenannten Dextrine. Es handelt sich bei dem Inhaltsstoff um ein Glukose-Polymer. Das ist eine lange Kette aus mehreren Glukose-Einheiten, die aber von deinen Verdauungsenzymen nicht zerlegt werden kann.

Unverdaut gelangen sie daher vom Dünndarm in den Dickdarm. Dort machen sich Bifidobakterien und Lactobazillen über sie her. Resistente Dextrine sind nämlich ihre Lieblingsspeise. Die gutartigen Bakterienstämme verzehren die Resistenten Dextrine. Es kommt zur Bildung von kurzkettigen Fettsäuren, insbesondere von Butyrat. Die Fettsäuren sind der Kern des Prozesses: Sie optimieren Dein Darmmilieu und fördern die Funktionen Deiner Darmschleimhaut. Und ist Dein Darm gesund, bist du es in der Regel auch!

Entscheidest Du Dich, Resistente Dextrine als Nahrungsergänzung einzunehmen, profitierst Du von weiteren Vorteilen: Dextrine sind nämlich gut verträglich. Bei der Verdauung gibt es keine Gase. Über unangenehme Blähungen oder Bauchschmerzen musst Du Dir bei dieser Gruppe also keine Sorgen machen!

Darüber hinaus kannst Du mit einem regen Darm rechnen. Die unverdaulichen Dextrine befördern die Nahrung schneller durch dein Verdauungssystem; Stuhlfrequenz und -volumen erhöhen sich. Dank der kurzkettigen Fettsäuren sinkt der pH-Wert, was wiederum eine Anregung des Darms zur Folge hat. Leidest Du unter Verstopfung? Oder möchtest Du diese vorsorglich verhindern? In diesem Fall können Resistente Dextrine eine Hilfe für Dich sein.

Die Akazienfaser sorgt für Schwung im Darm

Für reichlich Schwung im Darm sorgt auch die Akazienfaser. Das aus Afrika stammende Naturprodukt wird aus der getrockneten Milch der dort wachsenden Akazien gewonnen.

Es ist vor allem das Arabinogalactosaccarid, das der Faser ihre volle Wirkung verleiht. Kein Wunder! Sorgt doch dieser Inhaltsstoff dafür, dass Bifidobakterien und Laktobazillen in deinem Darm ordentlich wachsen und die Aktivität der Dickdarmbakterien positiv beeinflusst wird.

90 Prozent lösliche Ballaststoffe – so viel Power steckt in der Akazienfaser. Das wirkt sich natürlich positiv auf Deinen Darm aus: Die Darmmuskulatur wird angeregt, ein weicher Stuhlgang gefördert. Vergleichbar ist das reine Naturprodukt mit einem Abführmittel, obwohl es keines ist. So machen sich ihre Kräfte auch erst nach etwa einer Woche bemerkbar.

Mit der Akazienfaser wirst Du ungünstige Nahrungsbestandteile schnell wieder los. Krankheiten wie Krebs können so verhindert werden. Außerdem nimmt Dein Darm Nährstoffe viel besser auf, wenn Du sie regelmäßig einnimmst. Kalium, Eisen, Magnesium & Co. kommen so viel einfacher in den Zellen an, zu denen sie tatsächlich sollen.

Die Akazienfaser ist ein sehr gesundes Kraut. Das konnte im Rahmen wissenschaftlicher Studien, zum Beispiel am Human Nutrition Research Center (HNRC) in Nantes, nachgewiesen werden. Nur 10 Gramm täglich reichen aus, damit sich viermal so viele Bifidobakterien und Laktobazillen in Deinem Darm wohl fühlen.

Starke Medikamente wie etwa Antibiotika oder Cortison, aber auch eine ungesunde Ernährungsweise sind nicht gut für Deinen Darm. Sie können Deine Darmflora schädigen und Dein ganzes Darmmilieu durcheinander bringen. Aber selbst hier hilft Dir die Akazienfaser: Mit ihrer komplexen Struktur gelingt es ihr, dass sich Deine Darmflora wieder erholt und zu neuer Frische zurückkehren kann.

Die Akazienfaser wirst Du sehr gut vertragen. Auch das haben klinische Tests bestätigt. Darmgeräusche, Bauchschmerzen oder Blähungen sind auch hier nicht zu erwarten.

Glucomannan: Eine Knolle zum Abnehmen

Mit Glucomannan kannst Du vor allem eines: Gewicht verlieren. Der natürliche Ballaststoff stammt aus der Knolle der asiatischen Konjak-Pflanze und macht so richtig satt. Zum Abnehmen ist er daher ideal, denn er hat kaum Kalorien und Kohlenhydrate. Doch das ist noch nicht alles: Glucomannan fördert als Präbiotikum nützliche Darmbakterien und senkt das „schlechte“ LDL-Cholesterin sowie Triglyzeride.

Im Darm machen sich Bakterien über den Inhaltsstoff her und fermentieren ihn zu Propionat und Acetat. Dabei halten die einzelnen Bestandteile des Glucomannans fest zusammen: Es handelt sich um Polysaccharidketten aus D-Glucose und Beta-D-Mannose. Diese verfügen über Acetylgruppen, die mit Beta 1,4 verbunden sind. Weder die Enzyme im Speichel noch die des Pankreas können diese Bindung spalten. Glucomannan kommt daher unverdaut in Deinem Darm an, bevor dort erst die Bakterien mit der Fermentierung anfangen.

Im Darm quellt der Stoff mächtig auf. Gleichzeitig regt er Deine Darmmuskulatur an und verbessert den Stuhlgang. Nahrungsmittel werden zügig durch Deine Verdauungsorgane geschleust und schnell wieder ausgeschieden. Gerade wenn Du unter Verstopfung leidest, ist dies ein möglicher Ausweg.

Glucomannan kann bis zu 50 Prozent seines Eigengewichts an Flüssigkeit aufnehmen. Kommt es mit Wasser in Berührung, entsteht ein zähflüssiges Gel. Für Dein Sättigungsgefühl ist dies optimal, gerade wenn Du abnehmen willst. Gleichzeitig senkt Glucomannan die Ausschüttung des hungerauslösenden Hormons Gherlin und fördert die Produktion des Botenstoffs PYY in den Darmzellen. Die Darmwand nimmt Zucker viel langsamer auf, der Blutzuckerspiegel stabilisiert sich. Auch dies hilft Dir beim Abnehmen. Von Heißhungerattacken kannst Du Dich mit Glucomannan also zukünftig verabschieden.