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Ausschlag, Juckreiz & rote Haut – 20 % der Deutschen haben eine polymorphe Lichtdermatose. Mit Calcium & Vitamin D kannst Du einer Sonnenallergie vorbeugen.

Sonnenallergie – ein Überblick

Daran erkennst Du eine Sonnenallergie

Eine Sonnenallergie ist nicht wirklich eine Allergie und heißt eigentlich Sonnenekzem oder polymorphe Lichtdermatose (PMD). Die Bezeichnung stammt aus dem Griechischen und bedeutet „vielgestaltige“ (=polymorphe) „Hautkrankheit“ (=Dermatose) durch Licht. Der Grund: Jeder Mensch reagiert anders auf zu viel Sonneneinstrahlung, deshalb gibt es auch viele verschiedene Symptome für eine Sonnenallergie. Hast Du zum Beispiel eine gerötete Haut, brennenden Schmerz, einen Juckreiz nach Sonnenbrand, Hautknötchen oder Bläschen, dann könnte das ein Zeichen für eine polymorphe Lichtdermatose sein.

Junge Frauen haben am häufigsten eine Sonnenallergie

In Deutschland tritt die Sonnenallergie vor allem im Frühling zwischen März und Juni auf, wenn sich die Haut erst noch an die UV-Strahlung gewöhnen muss. Betroffen sind etwa 20 % der deutschen Bevölkerung, davon 2,5-mal mehr Frauen als Männer. Meist zeigt sich die Sonnenallergie das erste Mal bei Kindern oder jungen Erwachsenen und taucht dann jeden Sommer wieder auf, teilweise über Jahrzehnte hinweg. Die krankhafte Hautreaktion entsteht zu 80 % durch ungewohnt hohe UVA-Strahlung auf empfindliche Haut und hat nichts mit der Mallorca-Akne zu tun, auch wenn sie ähnliche Symptome zeigt. Die Mallorca-Akne (Acne aestivalis) wird durch die Inhaltsstoffe in Sonnencremes und Kosmetikprodukten an den Haarwurzeln der Haut ausgelöst.

Ursachen einer Sonnenallergie

Die genauen Sonnenallergie Ursachen sind noch nicht bekannt, weshalb eine Lichtallergie auch als primäre idiopathische Lichtdermatose bezeichnet wird. Fest steht nur: Sonnenlicht ist der Auslöser. Deshalb solltest Du Dich so gut wie möglich vor Sonnenstrahlen schützen, wenn Du an einer Sonnenallergie leidest. Eine mögliche Ursache ist, dass die energiereichen UVA-Strahlen der Sonne in der Haut zur Bildung von freien Radikalen beitragen. Normalerweise fängt Dein Körper diese reaktionsfreudigen Moleküle mit Antioxidantien ab. Bei einer Sonnenallergie könnte er aber mit der Menge an freien Radikalen überfordert sein, sodass sie mit Bestandteilen der Hautzellen reagieren und Dein Immunsystem auf den Plan rufen. Als Folge wird Deine Haut rot – und ein paar Stunden später siehst Du die Symptome einer Sonnenallergie. Indem Du Antioxidantien wie Selen, Vitamin C und Vitamin E zu Dir nimmst, kannst Du Dich vor freien Radikalen schützen.

Sonnenallergie: Welche Nährstoffe helfen?

In Deutschland tritt die Sonnenallergie vor allem im Frühling zwischen März und Juni auf, wenn sich die Haut erst noch an die UV-Strahlung gewöhnen muss. Betroffen sind etwa 20 % der deutschen Bevölkerung, davon 2,5-mal mehr Frauen als Männer. Meist zeigt sich die Sonnenallergie das erste Mal bei Kindern oder jungen Erwachsenen und taucht dann jeden Sommer wieder auf, teilweise über Jahrzehnte hinweg. Die krankhafte Hautreaktion entsteht zu 80 % durch ungewohnt hohe UVA-Strahlung auf empfindliche Haut und hat nichts mit der Mallorca-Akne zu tun, auch wenn sie ähnliche Symptome zeigt. Die Mallorca-Akne (Acne aestivalis) wird durch die Inhaltsstoffe in Sonnencremes und Kosmetikprodukten an den Haarwurzeln der Haut ausgelöst.

Calcium

Calcium ist nicht nur ein wichtiger Nährstoff für Deine Knochenstruktur, sondern hilft Dir auch bei der Vorbeugung einer Sonnenallergie. Bei manchen Menschen hilft eine Calcium-Zufuhr über mehrere Wochen hinweg sehr gut zur Vorbereitung auf den Sommer, bei anderen Menschen überhaupt nicht. Auf jeden Fall solltest Du Dich bei größeren Mengen Calcium mit Deinem Arzt absprechen, denn eine Überdosierung kann sich auch negativ auf Deine Gesundheit auswirken. Für den Alltag sind etwa 1.000 Milligramm pro Tag empfohlen, wobei ein Großteil vom Calcium Tagesbedarf von Calcium in Lebensmitteln wie Milch, Quark und Käse gedeckt wird. Calcium soll dabei helfen, die Zellmembranen der Mastzellen zu stabilisieren, damit diese weniger Histamin ausschütten. Histamin ist ein Botenstoff, der sich an Gewebszellen in der Umgebung bindet und allergische Reaktionen hervorruft.

Hier findest Du eine Liste mit den wichtigsten calciumreichen Lebensmitteln:

Lebensmittel mit Calcium

Vitamin D

Calcium allein reicht noch nicht aus, um eine Lichtallergie vorzubeugen. Dein Körper braucht zusätzlich Vitamin D, um das Calcium zu speichern. Sonst wird 80 % des zugeführten Calciums über Niere und Blase wieder ausgeschieden. Dazu kommt, dass viele Menschen unter Vitamin-D-Mangel leiden. Die Vitamin D Einnahme kannst Du zwar durch Thunfisch, Eier, Milch oder Kalbsfleisch erhöhen, aber nicht in ausreichender Menge. Wie viel Vitamin D am Tag solltest Du zu Dir nehmen? Der optimale Wert liegt zwischen 40 und 80 ng/ml pro Tag. Das Problem: 90 % unseres Bedarfs an Vitamin D synthetisiert der Körper mithilfe von UVB-Strahlen in den unteren Hautschichten. Wenn Du infolge einer Sonnenallergie kaum noch Sonne an Deine Haut lässt, dann hast Du immer weniger Vitamin D zur Verfügung. Ein Teufelskreis! Deshalb solltest Du mit einer Sonnenallergie Vitamin D zusätzlich als Tabletten oder Kapseln zu Dir nehmen, zum Beispiel im Rahmen einer Vitamin D Kur. Das schützt auch vor anderen Allergien, Krebs, Müdigkeit, Knochenschmerzen und vielen weiteren Beschwerden.

Beta-Carotin

Manchen Menschen mit Sonnenekzem hilft auch das Antioxidans Beta-Carotin zum Schutz vor Sonnenallergie. Beta-Carotin ist nicht nur für die orange, gelbe und rote Färbung von Lebensmitteln verantwortlich, sondern wird in Deinem Körper teilweise zu Vitamin A umgewandelt, welches den Aufbau und das Wachstum Deiner Hautzellen unterstützt. Das verbleibende Beta-Carotin schützt Dich vor freien Radikalen, steuert Dein Immunsystem und reguliert das Zellwachstum. Vor Deinem ersten Sonnenausflug solltest Du etwa acht bis zwölf Wochen lang 25 bis 30 mg Beta-Carotin pro Tag zu Dir nehmen – zum Beispiel durch Präparate aus der Apotheke. Auch zusätzliches Vitamin A trägt zum Eigenschutz Deiner Haut bei. Achtung: Raucher sollten keine zusätzlichen Carotinoide einnehmen, weil diese bei Rauchern das Risiko von Lungenkrebs erhöhen.

Astaxanthin

Ebenso wie Beta-Carotin ist Astaxanthin ein sehr wirkungsvolles Antioxidans, welches Deine Haut vor freien Radikalen und damit vor oxidativem Stress durch UV-Strahlung schützt. In der Natur wird das noch ziemlich unbekannte Carotinoid von Algen, Plankton, Pflanzen, Bakterien und Schimmelpilzen gebildet – und von rötlich gefärbten Tieren wie Lachsen, Krabben und Flamingos durch die Nahrung aufgenommen – um sich vor Schäden durch UV-Strahlung zu schützen. Astaxanthin lagert sich in der Membran von Zellen und Mitochondrien ein und beschützt sie vor freien Radikalen. Die empfohlene Dosis liegt zwischen 4 und 8 mg pro Tag.

So kannst Du eine Sonnenallergie ebenfalls vorbeugen

Neben Nährstoffen kannst Du Dich auch mit verschiedenen anderen Maßnahmen vor der Sonne schützen, ohne den ganzen Tag im Haus verbringen zu müssen:

  • Gewöhne Deine Haut langsam an die Sonne, indem Du im Frühjahr jeden Tag ein paar Minuten länger nach draußen gehst.
  • Vermeide die Mittagssonne mit der stärksten UV-Strahlung zwischen 11 und 15 Uhr.
  • Vorsicht bei Fenstern: Glas schützt nur vor UVB-Strahlen, deshalb wirst Du im Auto auch nicht braun. UVA-Strahlen kommen aber trotzdem durch.
  • Schütze Deine Haut mit geeigneter Kleidung. Kunstfasern lassen 50 % der UVA-Strahlung durch, Baumwolle und Leinen nur 10 %.
  • Verwende die richtige Sonnencreme: Lichtschutzfaktor 30 und höher, Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung im Verhältnis eins zu drei, möglichst frei von Fetten und Emulgatoren – sonst droht Dir die Mallorca-Akne.

Und wenn es doch schon passiert ist und Deine Haut rot leuchtet, dann helfen zum Beispiel Aloe Vera, Quarkwickel, Vitamin E, Lavendelöl und Ringelblumensalbe.

Quellen & zum Weiterlesen

Goto, S. et al (2001): Efficient radical trapping at the surface and inside the phospholipid membrane is responsible for highly potent antiperoxidative activity of the carotenoid astaxanthin. Biochim Biophys Acta 2001; 1512: 251-258.

Nilsson, A. (2015): Vitamin D gegen Sonnenallergie. Online: https://www.vitamindmangel.net/vitamind-gegen-sonnenallergie.html

Oetzel, S. (2011): Interview – Hilft Calcium bei Allergien? Online: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=37778

Rhodes, L. E. et al (2014): Sunlight exposure behaviour and vitamin D status in photosensitive patients: longitudinal comparative study with healthy individuals at U.K. latitude. In: British Journal of Dermatology 2014 Dec; 171(6):1478-86. Online: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25110159

Strunz, U. (2018): Online: Vitamin D – kurz und knapp.

Viegener, Ulrike: Polymorphe Lichtdermatose. Sonnenallergie, die vielleicht keine ist. Online: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=42092