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Schwermetalle – ein Überblick

Was sind Schwermetalle?

Schwermetalle sind - wie der Name schon sagt - Metalle, die in der Natur vorkommen und häufig in Gestein gebunden sind. "Schwer" sind sie deshalb, weil ihre Dichte bzw. Atommasse einen bestimmten Wert überschreitet, der je nach Definition ein bisschen höher oder niedriger ausfällt. Das Problem: Seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert bringt der Mensch immer mehr Schwermetalle in den Stoffkreislauf, zum Beispiel durch den Straßenverkehr, die Verarbeitung von Schwermetallen, Düngemittelherstellung, Verbrennung von Kohle, Müll und Klärschlamm sowie die Produktion von Stahl, Zement und Glas. Dadurch ist die Frage nicht mehr, ob Dein Körper mit Schwermetallen belastest ist, sondern nur noch: wie stark? Einige Metalle wie Eisen, Kupfer, Selen und Zink sind für Deinen Körper essentiell wichtig, zumindest in geringen Mengen. Sie werden auch als Spurenelemente bezeichnet. Die meisten Metalle sind jedoch in höherer Konzentration für Menschen giftig und können von Schlafstörungen und Übelkeit über Magen-Darm-Probleme und Herz-Rhythmus-Störungen bis hin zu Schweißausbrüchen und Gedächtnisverlust vielseitige Beschwerden auslösen. Deshalb sind im allgemeinen Verständnis Schwermetalle wie Quecksilber, Arsen und Silber toxisch. Hier zeigen wir Dir die Ursachen für eine Schwermetallvergiftung und wie Du Schwermetalle ausleiten und damit Deinen Körper entgiften kannst.

So gelangen Schwermetalle in Deinen Körper

Ein Leben ohne Schwermetalle ist heutzutage so gut wie unmöglich. Inzwischen sind sie im Boden, in der Nahrung, im Wasser, in der Luft und in Alltagsgegenständen, die mit Deiner Haut in Berührung kommen. Meistens gelangen Schwermetalle über die Nahrungskette in den Körper. Pflanzen können Schwermetalle aufnehmen und anreichern. Sie sind wiederum die Grundlage für viele Nahrungsmittel, die Du täglich zu Dir nimmst. So leidet eigentlich jeder Mensch unter einer Schwermetallbelastung. Je nach Intensität und Kombination der einzelnen Stoffe rufen die Metalle verschiedene Beschwerden und Krankheiten hervor. Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der Schwermetalle können die giftigen Stoffe nur schwer vermieden werden. Jedoch gibt es immer niedrigere Grenzwerte, wodurch zum Beispiel schon Bleirohre verschwunden sind, um das Blei im Trinkwasser zu reduzieren.

Deshalb sind Schwermetalle für Dich schädlich

Schwermetalle sind wirklich unangenehme Gäste in Deinem Körper, denn Du wirst sie nur schwer wieder los und Dein Körper kann sie von allein nicht so schnell abbauen, wie Du sie wieder aufnimmst. Eine Schwermetallvergiftung ist die Folge - sichtbar durch ganz unterschiedliche Symptome. Schwermetalle belasten Deinen Stoffwechsel, fördern Entzündungen, schaden Deinen Zellen und verhindern die Aufnahme wichtiger Nährstoffe. So setzt sich Quecksilber beispielsweise an Eiweiße an, blockiert die Enzyme und behindert dadurch zentrale Körperfunktionen. Auch verdrängen Schwermetalle leichtere Metalle wie Selen, erhöhen das Krebsrisiko und bilden freie Radikale - sie richten also viel Schaden in Deinem Körper an.

Symptome bei einer Schwermetallvergiftung

  • Verdauungsbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Abnehmende Leistungsfähigkeit
  • Infekt-Anfälligkeit
  • Bluthochdruck
  • Gliederschmerzen
  • Muskelbeschwerden
  • Hautprobleme
  • Haarausfall
  • Konzentrationsstörungen

Die gefährlichsten Schwermetalle - und wie Du sie ausleitest

Antimon

Antimon ist ein Halbmetall und kommt in der Natur sehr selten vor. Nur rund 300 Fundorte gibt es weltweit, darunter auch das Fichtelgebirge, der Schwarzwald, Odenwald, Harz und der Oberpfälzer Wald. Hauptsächlich wird Antimon zur Herstellung von Legierungen verwendet. Im 16. und 17. Jahrhundert kam Antimon auch in der Medizin zur Anwendung, zum Beispiel als Abführ- und Brechmittel. Da es fast immer in Kombination mit anderen gefährlichen Stoffen wie Blei oder Arsen vorkommt, kann es nur selten als Ursache für eine Schwermetallvergiftung bestimmt werden.

Ursachen für eine Antimonvergiftung:
  • Metalllegierungen
  • Reifen & Bremsen
  • Plastikverpackungen & PET-Flaschen
  • Kleidung & Matratzen
So kannst Du Antimon entgiften:
  • Vitamin C
  • Selen
  • Schwefelhaltige Aminosäuren Methionin & Cystein
  • Taurin

Arsen

"Arsen und Spitzenhäubchen" - dank verschiedener Krimis ist Arsen neben Quecksilber und Blei eines der bekanntesten giftigen Schwermetalle. Allerdings heißt das Mordgift eigentlich Arsenik - eine der wichtigsten chemischen Verbindungen von Arsen. Das Schwermetall gelangt vor allem durch die Nahrungskette in Deinen Körper und wird über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Hier kann es Aktivkohle binden und ausscheiden. Daneben gibt es noch weitere Gegengifte, Arsen ist also nicht direkt tödlich.

Ursachen für eine Arsenvergiftung:
  • Zigarettenrauch
  • Trinkwasser aus arsenhaltigen Gebirgen
  • Reis aus belasteten Regionen
  • Meeresfrüchte & Fische aus belasteten Gewässern
  • Pflanzenschutzmittel
  • Autoabgase
So kannst Du Arsen entgiften:
  • Vitamin C
  • Selen
  • Schwefelhaltige Aminosäuren Methionin & Cystein
  • Taurin
  • a-Liponsäure
  • Knoblauch
  • Folsäure
  • Vitamin B12

Cadmium

In der Natur kommt Cadmium nur sehr selten vor, gerade einmal fünf Fundorte sind bekannt. Allerdings wird das giftige Schwermetall als Nebenprodukt bei der Zinkverhüttung gewonnen und dadurch vielseitig in der Industrie verarbeitet. Aufgrund der hohen Toxizität nimmt die Bedeutung von Cadmium derzeit immer weiter ab. So wurde die Verwendung in Schmuck 2011 durch die Europäische Union verboten. Vor allem durch den Verzehr von Kartoffeln und Getreide gelangt Cadmium in Deinen Körper. Beispielsweise werden beim Mahlen von Getreide Zink und Calcium in der äußeren Samenschale entfernt, während Cadmium in der inneren Schicht erhalten bleibt.

Ursachen für eine Cadmiumvergiftung:
  • Kartoffeln & Getreide aus belasteten Regionen
  • Zigarettenrauch
  • Instant-Kaffee
  • Konservendosen
  • Gelatine
  • Meeresfrüchte aus belasteten Gewässern
  • Insektizide
  • Modeschmuck
  • Sanitäranlagen
So kannst Du Cadmium entgiften:
  • Zink
  • Calcium
  • Selen
  • Eisen
  • Vitamin C

Quecksilber

Quecksilber kennst Du bestimmt aus alten Thermometern, Energiesparlampen und Amalgam-Zahnfüllungen. Es wird immer wieder darüber diskutiert, dieses Schwermetall zu verbieten. 2009 machte Schweden den Anfang und untersagte den Gebrauch von Quecksilber. 2013 schlossen neben Deutschland 127 Staaten das Minamata-Übereinkommen, um die gefährlichen Quecksilberemissionen durch eine geregelte Produktion, Verwendung und Lagerung einzuschränken. Die größte Quecksilbervergiftung entsteht nämlich nicht durch Thermometer oder Energiesparlampen, sondern durch die Industrie.

Ursachen für eine Quecksilbervergiftung:
  • Amalgam-Zahnplomben
  • Fische, Muscheln & Pilze aus belasteten Regionen
  • Pestizide
  • Konservierungsmittel in Impfstoffen
  • Batterien, Desinfektionsmittel, Augentropfen, Kontaktlinsenflüssigkeit, Nasentropfen, Kosmetik
  • Neonröhren, Druckerschwärze, Industrieabfälle
  • Herstellung von Papier, Tinte, Spiegeln, Chlor
So kannst Du Quecksilber entgiften:
  • Selen
  • Zink
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Schwefelhaltige Aminosäuren Methionin & Cystein
  • Taurin
  • Pektine
  • a-Liponsäure
  • Algen

Silber

Silber kommt in der Erdkruste 20-mal häufiger vor als Gold und ist hauptsächlich in Nord- und Südamerika zu finden. In Deutschland gibt es Silber zum Beispiel im Erzgebirge und im Harz. Da das Schwermetall neben Schmuck und Silberbesteck auch in der Industrie vielfältige Anwendung findet - so wird es zum Beispiel auch in Batterien, als Desinfektionsmittel und in der Fotografie eingesetzt - verunreinigt es inzwischen auch Böden, Wasser und die Luft. So wie Quecksilber und Gold ist Silber ebenfalls Bestandteil von Amalgam-Füllungen in der Zahnmedizin und sondert dadurch dauerhaft Schwermetalle über den Mundraum in den Körper ab - bis hin zur Schwermetallvergiftung.

Ursachen für eine Silbervergiftung:
  • Amalgam-Zahnplomben
  • Wasserfilter
  • Silberschmuck & Silberbesteck
  • Implantate
  • Silberbeschichtete Kleidung
  • Silberhaltige Augentropfen
  • Konservierungsmittel
  • Batterien
  • Spiegel
  • Münzen
So kannst Du Silber entgiften:
  • Zink
  • Selen
  • Vitamin C
  • Schwefelhaltige Aminosäuren Methionin & Cystein
  • Taurin
  • a-Liponsäure
  • Knoblauch
  • Antioxidantien
  • Vitamin B12

Thallium

Thallium wird hauptsächlich als Nebenprodukt aus der Verhüttung von Kupfer, Blei und Zink gewonnen und auch bei der Zement- und Stahlherstellung freigesetzt. Entsprechend ist die Konzentration des sehr giftigen Schwermetalls im Umkreis von Zement- und Hüttenwerken deutlich höher. Thallium findet Anwendung in der Herstellung von Glas, Photozellen, Rattengift sowie in der elektronischen und chemischen Industrie. Aufgrund seiner Wasserlöslichkeit gelangt es über das Grundwasser in die Nahrung und damit in Deinen Körper, wo es als Zellgift verschiedene Enzyme hemmt.

Ursachen für eine Thalliumvergiftung:
  • Rattengift
  • Insektizide
  • Nahrung & Trinkwasser aus belasteten Regionen
So kannst Du Thallium entgiften
  • Lysin, Glutamin, Asparagin, Interleukin

1. Schritt zur Entgiftung: Schwermetalle im Körper feststellen

Auch wenn sich Schwermetalle im Alltag kaum verhindern lassen, kannst Du Deinen Körper durch die richtige Ernährung und entsprechende Nahrungsergänzungsmittel bei der Schwermetallausleitung unterstützen und Deine Schwermetallbelastung dadurch langfristig senken. Deine Krankheiten und Beschwerden werden dadurch zurückgehen, Du fühlst Dich gesünder und frischer. Allerdings bringt es nichts, wenn Du auf gut Glück einfach eine Entgiftungskur gegen Schwermetalle anfängst. Zunächst solltest Du die spezifischen Schwermetalle im Körper feststellen. Dann kannst Du diese effektiv ausleiten und Deinen Körper entgiften. Mit unserem for you schwermetall-test für zu Hause kannst Du über einen Tropfen Blut herausfinden, mit welchen Schwermetallen Dein Körper belastet ist und was Du gegen sie tun kannst

Quellen & zum Weiterlesen

European Commission (2011): REACH: EU verbietet Cadmium in Schmuck, in Legierungen zum Löten und in PVC. Online: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-11-620_de.htm

Fecher, P. et al. (2006): Schwermetalle in Lebensmitteln. Online: https://www.vis.bayern.de/ernaehrung/lebensmittelsicherheit/unerwuenschte_stoffe/schwermetalle.htm

Guderian, R. (2001): Handbuch der Umweltveränderungen und Ökotoxikologie. Band 2B: Terrestrische Ökosysteme, Springer DE.

Heintz, A. / Reinhardt, G. A. (2000): Chemie und Umwelt. Ein Studienbuch für Chemiker, Physiker, Biologen und Geologen, Springer DE.

Hodson, M. E. (2004): Heavy metals - geochemical bogey men? In: Environmental Pollution, Ausgabe 129/2004, S. 341-343.

Jennrich, P. (2012): Detoxifikation am Beispiel von Schwermetallen. In: Umwelt-Medizin-Gesellschaft, Ausgabe 4/2012, S. 24-27.

Strunz, U. (2010): Warum Selen? Online: https://www.strunz.com/de/news/warum-selen.html