Wie lässt sich eine gesunde Darmflora aufbauen und erhalten?

Die Bakteriengemeinschaft im Darm ist das komplexeste Ökosysteme, das wir kennen. Man schätzt, dass nur rund 10 Prozent der Mikrobiomzusammensetzung von genetischen Faktoren bestimmt wird, den Rest kannst Du selbst beeinflussen. Wie gut oder schlecht Dein Mikrobiom aufgestellt ist, hängt zum größten Teil von Deinem Lebensstil und Umweltfaktoren, denen Du ausgesetzt bist, ab. Dein Ernährung spielt dabei eine besonders wichtige Rolle, aber auch Bewegung, Stressbelastung, Medikamente und andere Faktoren sind von Bedeutung. Denn gesundheitsfördernde Mikroorganismen müssen sich gegen weniger erwünschte Keime im Darm behaupten und dazu brauchen sie Kraft und Durchsetzungsvermögen und auch Deine Unterstützung. Überprüfe mal Deine Ernährung. Das, was Du isst (oder nicht isst), beeinflusst die Zusammensetzung Deiner Darmflora enorm. Deshalb haben Vegetarier andere Bakterien im Verdauungstrakt als Fleischfans, Kuchentanten züchten andere Keime als Rohköstler. Du hast es also zu einem gewissen Teil selbst in der Hand, Dir eine gesunde Darmflora heranzuzüchten.

Ein wichtiges Merkmal eines gesunden Mikrobioms ist die Vielfalt (Diversität). Je mehr unterschiedliche Mikroorganismen im Darm leben, desto besser ist das für Deine Gesundheit. Über die Ernährung kannst Du Einfluss auf diese Vielfalt nehmen. Etwas vereinfacht könnte man sagen: Wenn Du eine vielfältige Darmflora haben möchtest, dann solltest Du vielfältig und ballaststoffreich essen. Im Umkehrschluss lässt sich aber daraus auch ableiten, dass Du für eine dauerhafte Stabilisierung Deiner Darmflora Ernährungsfehler und andere, ungünstige Lebensumstände soweit wie möglich beseitigen solltest. Eine wirksame Mikrobiomtherapie basiert deshalb auf einer möglichst dauerhaften Umstellung Deiner Ernährung und – wenn notwendig – auf der gezielten Zufuhr passender probiotischer Bakterien, präbiotischer Ballaststoffe und sekundärer Pflanzenstoffe.

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