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Schilddrüsenunterfunktion

 Schilddrüsenunterfunktion

Die Schilddrüse ist eine wichtige Hormondrüse in Deinem Körper. Sie steuert unter anderem Deinen Stoffwechsel und Deine Energie. Doch hormonelle Fehlfunktionen (u.a. Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenüberfunktion) sind relativ häufig und können in jedem Lebensalter auftreten.

In diesem Artikel erfährst Du mehr über Deine Schilddrüse, mögliche Schilddrüsenunterfunktion Symptome und welche Nährstoffe Deine Schilddrüse unterstützen.

Was ist die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist eine schmetterlingsförmige Hormondrüse in Deinem Körper. Sie ist ungefähr walnussgroß und liegt in Deinem Hals vor der Luftröhre und unterhalb des Kehlkopfs. Die Schilddrüse ist Teil eines komplizierten Wirkungskreises, durch den die Hormonausschüttung Deines Körpers im Gleichgewicht gehalten werden soll. Dafür bildet die Schilddrüse die Schilddrüsenhormone, die wichtige Botenstoffe für Deinen Stoffwechsel und die Funktion der anderen Körperorgane sind.

Die Schilddrüsenhormone heißen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4, auch L-Thyroxin genannt). Sie beeinflussen und regulieren unter anderem Deine Körpertemperatur, Deinen Energieverbrauch, Deine Konzentration und Dein Gedächtnis, Deine Verdauung und das Wachstum von Haut und Haaren. Und dann gibt es auch noch umgekehrtes T3 (RT3. Es wird aus Thyroxin (T4) hergestellt und seine Aufgabe ist es, die Wirkung von T3 zu blockieren. Ist Deine Produktion der Schilddrüsenhormone oder ihr Zusammenspiel gestört, kann Dein gesamter Hormonhaushalt und somit Dein gesamte Organismus aus dem Lot geraten.

Eine abnorme Funktion der Schilddrüse tritt als Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) und Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) auf.
Schilddrüsenunterfunktion bedeutet, dass die Schilddrüse nicht genug Schilddrüsenhormone produziert. Es ist als ob Dein Körper auf die Bremse tritt. Ohne eine adäquate Behandlung kann eine Schilddrüsenunterfunktion Symptom wie Gewichtszunahme, Kälteintoleranz und Gelenkschmerzen auslösen.
Schilddrüsenüberfunktion bezieht sich auf einen Zustand, bei dem die Schilddrüse zu viel des Hormons Thyroxin (T4) produziert. Es ist als ob Dein Körper aufs Gaspedal drückt. In diesem Fall beschleunigt sich der Stoffwechsel Deines Körpers erheblich, was zu plötzlichem Gewichtsverlust, einem schnellen oder unregelmäßigen Herzschlag, Schwitzen und Nervosität oder Reizbarkeit führen kann.

Es ist wichtig die Gesundheit seiner Schilddrüse zu unterstützen und hormonellen Fehlfunktionen oder Schilddrüsenerkrankungen vorzubeugen. Denn die Behandlung einer bereits manifestierten Erkrankung oder Fehlfunktion besteht meist aus Langzeitmedikation.
Faktoren, die die Schilddrüsenfunktion beeinflussen, sind beispielsweise Stress, Infektionen, Trauma, Giftstoffe, sehr kalorienarme Ernährung und bestimmte Medikament.

Infografik: Schilddrüsenfunktion

Infografik: Schilddrüsenfunktion

Das passiert bei einer Schilddrüsenunterfunktion

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (auch Hypothyreose genannt) bildet Deine Schilddrüse keine oder nicht genügend Schilddrüsenhormone. Der Hormonmangel verlangsamt alle Stoffwechselprozesse Deines Körpers und verringert so Deine Leistungsfähigkeit. Derzeitige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein beträchtlicher Anteil der europäischen Bevölkerung eine Schilddrüsenunterfunktion hat. Besonders häufig handelt es sich wohl um eine sogenannte subklinische Hypothyreose, die nicht diagnostiziert wird. Fachleute gehen davon aus, dass knapp fünf Prozent der EuropäerInnen eine Schilddrüsenunterfunktion haben, ohne es zu wissen.
Das liegt daran, dass viele der Schilddrüsenunterfunktion Symptome relativ unspezifisch sind. Dazu gehören unter anderem Müdigkeit oder Haarausfall.

Schilddrüsenunterfunktion Symptome

Jeder kann eine Schilddrüsenunterfunktion entwickeln. Frauen sind jedoch 4-5 Mal häufiger als Männer von einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen. Und Frauen sind anfälliger für die negativen Wirkungen von Jodmangel. Außerdem nimmt das Risiko mit dem Alter zu, insbesondere ab dem 50. Lebensjahr. Auch wenn Du an einer Autoimmunerkrankung leidest oder in Deiner Familie häufig Schilddrüsenunterfunktionen auftreten, ist Dein Risiko höher.

Zu Beginn einer entstehenden Schilddrüsenunterfunktion treten keine oder kaum Beschwerden auf. Denn im Erwachsenenalter entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) meist schleichend. Symptome machen sich in der Regel erst bei einer stärkeren Schilddrüsenunterfunktion bemerkbar. Außerdem können nur einzelne Schilddrüsenunterfunktion Symptome auftreten, die auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.

Wenn Deine Schilddrüsenfunktion eingeschränkt ist, dann fährt Dein Körper seine Leistung herunter. Dadurch können sich Dein Befinden, Deine Leistungsfähigkeit und sogar Dein Aussehen verändern.

Infografik: Schilddrüsenunterfunktion Symptome

Infografik: Faktoren, die die Schilddrüsenfunktion beeinflussen

Typische Symptome für eine Schilddrüsenunterfunktion sind:

  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Muskelschwäche
  • Konzentrationsstörungen
  • Kälteintoleranz und Frieren
  • Trockene Haut und strohiges Haare
  • Haarausfall und brüchige Haare
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Depressive Verstimmung
  • Geschwollene Augen

Einige Betroffene berichten auch von diesen Schilddrüsenunterfunktion Symptomen:

  • Ausbleibende oder veränderte Periodenblutungen
  • Verstopfung
  • Heiserkeit
  • Geschwollene Augen
  • Langsamer Puls und Herzschlag
  • erhöhte Cholesterinspiegel

Außerdem kann sich die Schilddrüse vergrößern, man spricht dann von einer Struma oder einem Kropf. Bei älteren Menschen können Schilddrüsenunterfunktion Symptome einer Depression oder Demenz ähneln. Auch vollkommen asymptomatische Verläufe einer Schilddrüsenunterfunktion sind möglich.

Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Ständige Müdigkeit und schnelle Erschöpfung

Wenn Du ständig müde bist und leicht erschöpft bist, ist das ein Zeichen Deines Körpers, dass Du sich ausruhen musst. Es kann ein Zeichen sein, dass Deine Schilddrüse nicht mehr ausreichend Schilddrüsenhormone herstellt. Denn die Schilddrüsenhormone treiben die Zellaktivität an und regulieren unsere Energie.
Die Schilddrüse arbeitet dabei eng mit dem Gehirn und den Nebennieren zusammen. Wenn unsere Nebennieren besonders viel Stresshormone ausschütten, kann das zu einer verringerten Schilddrüsenaktivität und typischen Schilddrüsenunterfunktion Symptomen wie Müdigkeit und Erschöpfung führen.

Schilddrüsenunterfunktion Symptom: Gewichtszunahme

Warum nimmt man eigentlich bei einer Schilddrüsenunterfunktion zu, obwohl man an seiner Ernährung und seinem Aktivitätslevel nichts verändert hat? Deine Schilddrüse steuert über die Schilddrüsenhormone Deinen Stoffwechsel und Energieverbrauch. Die Schilddrüsenhormone beeinflussen den Fett- und Zuckerstoffwechsel und so beeinflussen sie auch Dein Körpergewicht. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion wird Dein Stoffwechsel “heruntergefahren” und Dein Energiebedarf sinkt.

Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Haarausfall und trockene Haut

Eine gesunde Schilddrüse macht schön. Denn die Schilddrüsenhormone sind wichtig für die Produktion des Talgs (Öl) der Talgdrüsen. Ist die Produktion ausgeglichen, haben wir weiche Haut und glänzende Haare. Typische Schilddrüsenunterfunktion Symptome können dagegen trockene, schuppige Haut und trockene, brüchige Haare sein.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann es zu einer unzureichenden Talgproduktion kommen. Dadurch kommt es zu trockener, manchmal schuppender Haut. Darüber hinaus sind Schilddrüsenhormone wichtig für das Wachstum und die Entwicklung der Haarfollikel. Ohne ausreichende Bildung von Schilddrüsenhormonen kann das Haar trocken und brüchig werden. Bei autoimmunbedingter Schilddrüsenunterfunktion kann es sogar zu starkem Haarausfall kommen. Zudem kann die Haut bei einer Schilddrüsenunterfunktion neben trocken auch noch kalt und blass werden.

Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Menstruationsstörungen

Bereits 1840 wurde Amenorrhö (Ausbleiben der Menstruation) als mögliches Symptom bei Schilddrüsenunterfunktion beschrieben. Hormonelle Fehlfunktionen der Schilddrüse können zu Menstruationsstörungen führen. Besonders häufig kommt es zu einem verminderten Menstruationsfluss, aber auch starke Blutungen sind möglich. Viele Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion bemerken, dass sich ihr Zyklus verändert. Sie berichten beispielsweise von Perioden, die besonders lange dauern, und kürzeren Zyklen bzw. häufigeren Perioden.
Ebenso kann es zu anovulatorischen Zyklen kommen. Hierbei kommt es zu keinem Eisprung. Das macht es schwieriger schwanger zu werden.

Schilddrüsenunterfunktion behandeln

Wurde bei Dir eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert, kann Dir Dein Arzt dagegen Medikamente verschreiben. Dabei handelt es sich um Schilddrüsenhormone. In der Regel bekommt man das Schilddrüsenhormone L-Thyroxin (T4). Dadurch dass Dein Körper dieses zugeführt wird, kann Deine Schilddrüse dann aus T4 das T3 herstellen. Das gleicht die Schilddrüsenunterfunktion aus. Es gibt auch Kombinationspräparate mit T4 und T3. Der Arzt überprüft regelmäßig die Einstellung, also welche Dosis Dein Körper braucht.

Die Tabletten müssen nach Packungsbeilage und ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Die Einnahme erfolgt meist morgens vor dem Frühstück auf nüchternen Magen. Die Einnahme vor dem Essen ist wichtig, weil bestimmte Lebensmittel die Aufnahme behindern können.

Die Schilddrüsenhormone können bioidentisch oder synthetisch sein.
Die meisten Ärzte empfehlen zunächst ein synthetisches Schilddrüsenhormon als reine Thyroxin (T4)-Tabletten. Da der Körper je nach Bedarf aus dem T4 durch die Abspaltung eines Jod-Atoms das T3 herstellen kann. Leidet man trotz Thyroxin-Gabe weiter unter typischen Schilddrüsenunterfunktion Symptomen, empfehlen Experten einen Therapieversuch mit T4-T3-Kombinationspräparaten.

Der Hormonbedarf kann sich im Verlauf des Lebens und auch in bestimmten Lebensphasen (z.B. Schwangerschaft) ändern. Dann muss man die einzunehmende Hormondosis mit ärztlicher Unterstützung entsprechend anpassen. Unter einer individuell eingestellten Hormongabe normalisieren sich die Beschwerden der Schilddrüsenunterfunktion bei den meisten Menschen wieder vollständig.

Das Spurenelement, mit dem Du die Schilddrüse natürlich unterstützt

Im Erwachsenenalter können unterschiedliche Ursachen eine erworbene Schilddrüsenunterfunktion auslösen. Dazu gehören Autoimmunreaktionen (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis), Schilddrüsenoperationen, bestimmte Medikamente (z.B. Zytokine, Lithium) sowie ein extremer Jod- oder Selenmangel.
Besonders interessant ist das Thema Jodmangel. Denn in Mitteleuropa enthalten die landwirtschaftlich genutzten Böden vergleichsweise wenig Jod. Hinzu kommt, dass bei vielen Menschen jodreiche Lebensmittel wie Meeresfisch und -früchte nur selten auf dem Speiseplan stehen. Deutschland gilt als Jodmangelgebiet.

Doch ohne Jod kommt es zu keiner ausreichenden Produktion von Schilddrüsenhormonen. Jod ist ein essentielles Spurenelement. Das bedeutet: Du musst das benötigte Jod regelmäßig über die Nahrung aufnehmen. Dein Körper kann Jod nicht selbst bilden. Jod wird als Grundstoff für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt. Bis zu 80 Prozent des täglich aufgenommenen Jods werden täglich in der Schilddrüse verbraucht.
Mit einer ausreichenden Versorgung mit Jod kann man die durch Jodmangel verursachte Schilddrüsenunterfunktion verhindern. Die erforderliche Jodmenge pro Tag beträgt für Erwachsene ca. 200 µg. Schwangeren und Stillenden werden höhere Tageszufuhren von 230 bzw. 260 μg empfohlen. Denn auch für die Entwicklung des Kindes im Mutterleib und das Heranwachsen nach der Geburt wird Jod benötigt.

Jod ist lebensnotwendig. Es kommt jedoch nur in geringen Mengen in unseren Böden, Acker- und Weideflächen vor. Auch unser Trinkwasser enthält nur sehr wenig Jod. Der Körper reagiert auf den Jodmangel mit Warnsignalen wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Bei einem stärkeren, langanhaltenden Jodmangel kann es zu einer Schilddrüsenunterfunktion und den anderen Schilddrüsenunterfunktion Symptomen kommen.
Einem Jodmangel lässt sich über die Auswahl der Lebensmittel, konsequente Nutzung von jodiertem Speisesalz oder der Einnahme von Nahrungsergänzung mit Jod entgegenwirken. Gute Jodlieferanten sind Meerestiere und Meeresfisch, beispielsweise Scholle und Seelachs.
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer Hashimoto-Thyreoiditis kann eine zu hohe Jodaufnahme aber auch schädlich sein.

 

Quellen & zum Weiterlesen

I. Ionita. “Prediction of Thyroid Disease Using Data Mining Techniques”, BRAIN. Broad Research in Artificial Intelligence and Neuroscience Volume 7, Issue 3, August 2016

Bahar A, Akha O, Kashi Z, Vesgari Z. Hyperprolactinemia in association with subclinical hypothyroidism. Caspian J Intern Med. 2011;2(2):229-233.

Bundesinstitut für Risikobewertung. “Fragen und Antworten zur Jodversorgung und zur Jodmangelvorsorge.” FAQ des BfR vom 20. Februar 2020 (aktualisiert 9. Februar 2021) https://www.bfr.bund.de/cm/343/jodversorgung-in-deutschland-wieder-ruecklaeufig-tipps-fuer-eine-gute-jodversorgung.pdf

D. Mendes, C. Alves, N. Silverio, und F. Batel Marques, „Prevalence of Undiagnosed Hypothyroidism in Europe: A Systematic Review and Meta-Analysis“, Eur Thyroid J, Bd. 8, Nr. 3, S. 130–143, Juni 2019, doi: 10.1159/000499751.

Hypothereose, Die Gelbe Liste, https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/hypothyreose (abgerufen am 23.03.2021)

Koutras DA. Disturbances of menstruation in thyroid disease. Ann N Y Acad Sci. 1997 Jun 17;816:280-4. doi: 10.1111/j.1749-6632.1997.tb52152.x.

Santin AP, Furlanetto TW. Role of estrogen in thyroid function and growth regulation. J Thyroid Res. 2011;2011:875125. doi:10.4061/2011/875125

„Schilddrüsenunterfunktion“, Deutsches Schilddrüsenzentrum. https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/wissenswertes/schilddruesenerkrankungen/schilddruesenunterfunktion/ (abgerufen am 23.03.2021)

Wang F, Tan Y, Wang C, Zhang X, Zhao Y, Song X, Zhang B, Guan Q, Xu J, Zhang J, Zhang D, Lin H, Yu C, Zhao J. Thyroid-stimulating hormone levels within the reference range are associated with serum lipid profiles independent of thyroid hormones. J Clin Endocrinol Metab. 2012 Aug;97(8):2724-31. doi: 10.1210/jc.2012-1133

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