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Erfahre welche möglichen positiven Effekte Polyphenole auf Deine Haut haben können und wo die sekundären Pflanzenstoffe zu finden sind.

Tag für Tag ist unsere Haut Einflüssen ausgesetzt, die ihr schaden können und sie schneller altern lassen.
Eine ganz wichtige Rolle bei der Hautalterung spielen so genannte „freie Radikale“. Diese aggressiven Moleküle entstehen in unserem Stoffwechsel oder werden durch unseren Lebensstil gefördert.

UV-Strahlen, das blaue Licht von Handys, Tablets und PC-Bildschirmen, Entzündungen oder Stresshormone fördern auf diese Weise Falten und Altersflecken. Treten die Radikale im Übermaß auf, spricht man von „oxidativem Stress“. Die Verbindung mit dem Begriff „Stress“ ist durchaus passend, denn „Freie Radikale“ setzen unserem Organismus enorm zu. Sie schädigen die Erbsubstanz gesunder Zellen, demolieren Zellwände, greifen körpereigene Eiweiße an und beschleunigen somit Alterungsvorgänge aller Art.

Steter Beschuss mit freien Radikalen macht irgendwann auch den schönsten Teint mürbe und faltig.

Unsere Ernährung ist ein ganz wichtiger Verbündeter gegen die aggressiven Moleküle. So nehmen wir – wenn wir uns ausgewogen ernähren – täglich größere Mengen Radikalenfänger, so genannte Antioxidantien zu uns. Dazu zählen zum Beispiel die Vitamine A, C und E. Vor allem Vitamin C ist für eine junge Haut und einen strahlenden Teint unerlässlich. Vitamin C kann Pigmentflecken reduzieren, schützt vor freien Radikalen und ist wichtig für straffe Haut, denn es wird für die Kollagenbildung benötigt.

Was sind Polyphenole und welche Wirkung haben sie?

Besonders wirksame Antioxidantien sind die so genannten Polyphenole. Polyphenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Da viele Polyphenole für die Pflanzenfarbe verantwortlich sind, gilt: je intensiver gefärbt Beeren, Gemüse oder Obst ist, desto mehr schützende Polyphenole sind wahrscheinlich darin enthalten.

Besonders hoch konzentriert finden wir Polyphenole deshalb in dunklen Beeren wie Heidelbeeren oder Brombeeren, intensiv grünen Kräutern und Gewürzen, in Paprika und Grünkohl. Aber auch Rotwein, grüner und schwarzer Tee, dunkle Schokolade oder Kaffee liefern die Helfer. Und diese wertvollen Inhaltsstoffe schützen nachweislich vor Hautalterung: Untersuchungen belegen, dass Frauen, die viele Antioxidantien im Blut haben, für ihr Alter deutlich jünger aussehen und sichtbar und auch messbar weniger Falten aufweisen.

Zur Gruppe der Polyphenole zählen verschiedene Untergruppen

Anthocyane verleihen vor allem dunkelroten, blauen oder violetten Beeren, Gemüse- oder Obstsorten ihre Färbung. Heidelbeeren zählen deshalb zu den anthocyanreichsten Lebensmitteln. Anthocyane schützen nicht nur vor freien Radikalen, sie wirken auch entzündungshemmend und sorgen für eine gute Durchblutung der kleinsten (Haut)gefäße – das sorgt für einen rosigen und strahlenden Teint.

Quercetin gehört wie auch Rutin zur großen Gruppe der Flavonoide. Hochdosiert findet man dieses Polyphenol in Äpfeln, vor allem in Apfelschalen, Zwiebeln, Erdnüssen, Kapern, grünem und schwarzem Tee. Durch seine antioxidative Wirkung schützt Quercetin die Haut vor Sonnenschäden. Rutin stärkt die Kapillare und kann dadurch einer unschönen Gefäßerweiterung (Couperose) vorbeugen.

Carotinoide kommen – wie der Name vermuten lässt – in Karotten vor. Im orangen Wurzelgemüse ist vor allem Betacarotin enthalten. Doch zu den Carotinoiden zählen etwa 600 in der Natur vorkommenden Substanzen. Dazu zählt zum Beispiel Lycopin aus Tomaten, Lutein in Grünkohl und Petersilie und Zeaxanthin, das man in Mais oder rohem Spinat findet.
Carotinoide haben einen besonderen Bezug zur Haut. Einige davon lagern sich in die obere Hautschicht ein und wirken dort wie ein Sonnenschirm. Der Lichtschutzfaktor, der sich durch Carotinoide erreichen lässt, liegt zwar nur bei Faktor 4, doch dieser bietet einen guten Grundschutz vor UV-Schäden. Er ist wasserfest und wirkt von Kopf bis Fuß. Auch die Augen profitieren von Carotinoiden, vor allem von Lutein und Zeaxanthin. Diese beiden Carotinoide wirken quasi wie eine Sonnenbrille zum Einnehmen. Sie schützen den empfindlichen gelben Fleck im Auge, die Stelle unseres schärfsten Sehens vor vorzeitiger Alterung.