Selen: die Verbindung macht den Unterschied

Selen
Selen: Das Spurenelement ist vor allem in Deutschland nur mangelhaft vorhanden. Erfahre, wie Du trotzdem ausreichend Selen aufnehmen kannst.

Das Spurenelement Selen kann von Deinem Körper nicht selbst hergestellt werden. Er ist darauf angewiesen, dass Du es ihm gezielt zuführst. Die Nahrung ist eine Möglichkeit. Allerdings gilt Deutschland als selenarmes Gebiet. Wir verraten Dir heute, warum Selen so wichtig für Deinen Organismus ist und was bei einem Selenmangel geschieht. Außerdem beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Selenverbindungen, um ihre Vorzüge herauszuarbeiten. Entdecke mit uns gemeinsam, wie die Aufnahme des lebenswichtigen Spurenelements Selen verbessert werden kann.

Selen: benannt nach der Mondgöttin

Bereits im Jahr 1817 wurde Selen entdeckt. Der schwedische Chemiker Jöns Jakob Berzelius taufte seine Entdeckung auf den Namen „Selene“. Der Grund dafür war der silberne Glanz, den er mit der griechischen Mondgöttin verknüpfte. Erst im Jahr 1957 kamen Forscher der Relevanz für den menschlichen Körper auf die Spur. Heute ist bekannt, dass Selen ein lebensnotwendiges Spurenelement ist. Es wird benötigt, um zahlreiche Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Ein Selenmangel kann weitreichende Folgen haben. Einem Defizit kann mit einer selenreichen Ernährung und einem qualitativ hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel entgegengewirkt werden. Um Deinen Körper gut zu versorgen, solltest Du unbedingt auf die richtige Selenverbindung setzen. Hierbei gibt es nämlich durchaus Unterschiede.

Selenverbindungen im Überblick

Selen ist nicht gleich Selen. Experten unterscheiden verschiedene Verbindungen, die insbesondere über die Bioverfügbarkeit entscheiden. Zur Erinnerung: Die Bioverfügbarkeit bestimmt darüber, wie gut Dein Organismus einen Nährstoff aufnehmen kann. Mit Blick auf Selen gibt es hier einiges zu beachten. Zunächst einmal existieren organische und anorganische Selenverbindungen.

Anorganische und organische Selenverbindungen: die Unterschiede

Die Verbindungen unterscheiden sich vor allem durch ihre Verfügbarkeit und der Quelle, der sie entstammen.

Anorganisches Selen:Dieses ist verfügbar als Selenit und Selenat. Hast Du einen Selenmangel, ist diese Verbindung genau die Richtige für Dich. Der Vorteil liegt darin, dass das Selen hier schnell verfügbar ist. Dein Organismus nimmt beispielsweise Selenit rasch auf und baut es ein. Das ist auch der Grund dafür, warum diese Selenformen bei der Krebstherapie oder in der Intensivmedizin Anwendung finden.

Organisches Selen: Experten führen hier vor allem Selenocystein, dass sich in Tieren befindet und Selenomethionin aus Hefen sowie Pflanzen an. Die organische Selenverbindung steht Deinem Organismus allerdings erst zeitversetzt zur Verfügung, da es häufig in Eiweiße eingebaut wird.

Was ist besser: Organisches oder Anorganisches Selen?

Vielleicht stellst auch Du Dir gerade diese Frage. Grundsätzlich ist es so, dass beide Verbindungen über den Darm aufgenommen werden. Wie viel Selen resorbiert wird, ist ganz unterschiedlich. Hier werden Angaben zwischen 50 und 100 Prozent gemacht. Organische Selenverbindungen wie Selenomethionin haben den Vorteil, dass sie sehr gut aufgenommen werden. Der Prozentsatz liegt zwischen 80 und 100 Prozent. Allerdings nutzt Dein Körper es in der Regel, um es in Eiweiße einzubauen. So können beispielsweise die Muskeln profitieren. Der entscheidende Nachteil ist aber, dass das Spurenelement nun nur verzögert zur Verfügung steht. Anorganisches Selen wie Natriumselenit wird zu etwa 50-60 Prozent aufgenommen. Das ist zwar weniger, dafür steht es Deinem Organismus aber vollständig zur Seite - ein echter Vorteil.

infografik: Selen und Funktionen im Körper

Infografik: Dafür benötigt der Körper Selen

Vorsicht vor Selenmangel!

Selenmangel betrifft nicht nur einen Teil Deines Körpers, sondern Deinen gesamten Organismus. Kein Wunder, denn das Spurenelement ist für zahlreiche Körperfunktionen notwendig. Wenn Du eine leichte Unterversorgung besitzt, kannst Du das beispielsweise daran erkennen, dass Du weiße Flecken auf den Finger- und Fußnägeln hast. Auch Haarausfall oder dünnes Haar deuten auf einen Mangel mit dem Spurenelement hin. Fehlt es Deinem Körper entscheidend an Selen, sind die Symptome schwerwiegender.

Folgende Beschwerden kannst Du dann beobachten:

  • Infektanfälligkeit
  • Verdauungsverzögerungen
  • Gewichtsverlust
  • Kopfschmerzen
  • Gedächtnisstörungen
  • Gelenkschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Muskelerkrankungen
  • Unfruchtbarkeit beim Mann
  • Gestörte Schilddrüsenfunktion

Gut zu wissen!

Selenmangel kann mit verschiedenen Krankheitsbildern in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen solche, bei denen der Herzmuskel, die Gelenke oder das Knochenwachstum beeinträchtigt sind. Mediziner sprechen in dem Zusammenhang von der Keshan-Krankheit oder Kashin-Beck-Krankheit.

Selenmangel durch ausgelaugte Böden: Was ist dran?

Ein Selenmangel kann durch verschiedene Umstände hervorgerufen werden. Eine selenarme Ernährung kann ein Grund dafür sein. Auch Menschen, bei denen die Resorption gestört ist, kommen prinzipiell für einen Selenmangel infrage. Leidest Du zum Beispiel an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, nimmst Du womöglich nicht genügend Selen auf. Häufig wird auch das Argument angeführt, dass die Böden in Deutschland ausgelaugt sind, wodurch ein Selenmangel wahrscheinlicher wird. Die Konzentration von Selen im Boden hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier spielen beispielsweise der pH-Wert und der Sauerstoff sowie der vorhandene Teil an Ton und organischem Kohlenstoff eine Rolle. Deutschland gilt genauso wie Schottland, Finnland und Dänemark als selenarmes Gebiet. Davon zeugen auch Studien. Experten nehmen an, dass der Klimawandel ebenfalls dazu führt, dass der Selengehalt zukünftig in Böden abnimmt. Das kann einen entscheidenden Einfluss auf die Selenversorgung haben. Schließlich werden darauf Nutzpflanzen angebaut.

So klappt die Selenversorgung

Das Spurenelement Selen ist in verschiedenen Nahrungsmitteln enthalten. Zudem gibt es die Möglichkeit, den Nährstoff mit gezielten Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen. Als Basis eignen sich selenhaltige Lebensmittel.

Selenhaltige Lebensmittel

Die gute Nachricht ist, dass Selen sowohl mit pflanzlichen als auch tierischen Produkten aufgenommen werden kann. Vegetarier und Veganer sollten sehr genau darauf achten, dass sie genügend Selen in ihre Mahlzeiten einbinden. Schließlich befindet sich das Spurenelement vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Eiern. Pflanzenköstler können auf selenreiche Lebensmittel wie Nüsse, Pilze, Spargel sowie Kohl- und Zwiebelgemüse zurückgreifen.

infografik: Selen - beste Quellen

Infografik: Selenreiche Lebensmittel

Nahrungsergänzungsmittel mit Selen

Eine weitere Möglichkeit, um Selen aufzunehmen, sind Nahrungsergänzungsmittel. Hier kann der Nährstoff ganz gezielt zugeführt werden. Wie bereits erwähnt, spielt die Selenverbindung eine entscheidende Rolle. Um einen Selenmangel auszugleichen oder vorbeugen zu können, eignet sich vor allem die bioaktive Selenform Natriumselenit. Sie steht Deinem Körper sofort zur Verfügung und wird nicht für andere Stoffwechselprozesse eingesetzt. Die Medizin setzt auf das rasch verfügbare Natriumselenit, um Defizite auszugleichen und Krankheiten sowie Therapien zu begleiten. Ein besonderer Vorteil ist, dass sich die Selenverbindung Natriumselenit nicht im Körper anreichert, wodurch erhöhte Selen-Blutwerte nicht befürchtet werden müssen. Unser for you selen flüssig setzt deshalb auf Natriumselenit, und zwar in Form eines hochreinen Premium-Wirkstoffs. Labor geprüft und in gewohnter for you Qualität, kannst Du Selen so einfach wie nie in Tropfenform aufnehmen.

Berücksichtige Deinen ganz individuellen Selenbedarf

Nicht jeder Mensch hat den gleichen Bedarf, wenn es um Selen geht. So gibt es verschiedene Faktoren, die eine Anpassung nötig machen. Wie bereits erwähnt, können Krankheiten wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen die Aufnahme von Selen ausbremsen. Dann ist es besonders wichtig, auf eine ausreichende Zufuhr zu achten. Da einige Untersuchungen Hinweise darauf gegeben haben, dass Selen vor Nebenwirkungen bei einer Strahlen- und Chemotherapie schützen kann, wird Selen auch während einer Krebstherapie häufig empfohlen. Hier sollte mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden. Schwangere und Stillende haben zudem einen erhöhten Bedarf. Wie Du siehst, gibt es viele Faktoren, die Einfluss auf die Dosierung nehmen können. Bei der Selenzufuhr sollten auch die Empfehlungen der Gesellschaften und Behörden berücksichtigt werden.

  • Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Die Behörde sieht bis zu 300 µg Selen täglich als tolerierbar an, wenn es um gesunde Erwachsene geht.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Die Gesellschaft setzt für Frauen 60 µg Selen täglich und für Männer 70 µg Selen pro Tag an.

Gut zu wissen!

Bei der Deckung des Selenbedarfs spielen nicht nur eventuell vorliegende Erkrankungen und Lebensumstände, sondern auch Ernährungsgewohnheiten eine Rolle.

Exkurs: darum ist Selen wichtig für Deinen Körper

In Deinem Körper zirkulieren zwischen 5-15 mg Selen. Es kann in der Leber, den Nieren und der Muskulatur nachgewiesen werden. Auch die Knochen enthalten Selen. Das Spurenelement ist an zahlreichen Körperprozessen beteiligt. Das Immunsystem ist beispielsweise auf Selen angewiesen. Zudem bewahrt das Spurenelement die Körperzellen vor oxidativem Stress. Da wir ständig mit freien Radikalen konfrontiert sind, die oxidativen Stress auslösen können, ist diese Eigenschaft besonders wertvoll. Selen kann aber noch mehr. Es unterstützt eine gesunde Schilddrüsenfunktion sowie schöne Haare und Nägel. Nicht zuletzt ist es wichtig, um eine Familie zeugen zu können. Selen wird nämlich benötigt, um Sperma zu bilden. Selen ist damit ein Allroundtalent, das viel zu selten im Rampenlicht steht. Das sollte bei Dir allerdings nicht so sein. Mit einer abwechslungsreichen Ernährung und mit gezielten Nahrungsergänzungsmitteln, die vorzugsweise auf Natriumselenit setzen, gelingt eine gezielte sowie rasche Versorgung mit Selen.

Quellen & zum Weiterlesen

A. (2013). Selen: Ein Mangel betrifft den gesamten Organismus. Dr. Lunow. https://www.lunow.de/selen-ein-mangel-betrifft-den-gesamten-organismus

Aue, K. (2019). Selen – vor allem als Radikalfänger von Bedeutung. DAZ.online. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2008/daz-1-2008/selen-vor-allem-als-radikalfaenger-von-bedeutung

BfR. (2004). Seite 1 von 7Selenverbindungen in Nahrungsergänzungsmitteln. https://www.bfr.bund.de/cm/343/selenverbindungen_in_nahrungsergaenzungsmitteln.pdf

DGE. (o. D.). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Selen. Abgerufen am 2021, von https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/selen/?L=0

E.V., G. D. C. (2019). Was ist eigentlich. . . Selen? Faszination Chemie. https://faszinationchemie.de/chemie-ueberall/news/was-ist-eigentlich-selen/

Import, M. (2018). Klimawandel verstärkt Selenmangel. scinexx | Das Wissensmagazin. https://www.scinexx.de/news/geowissen/klimawandel-verstaerkt-selenmangel/

Jones GD, Droz B, Greve P, Gottschalk P, Poffet D, McGrath SP, Seneviratne SI, Smith P, Winkel LH. Selenium deficiency risk predicted to increase under future climate change. Proc Natl Acad Sci U S A. 2017 Mar 14;114(11):2848-2853. doi: 10.1073/pnas.1611576114. Epub 2017 Feb 21. PMID: 28223487; PMCID: PMC5358348. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28223487/

Lebensmittelsicherheit, T. S. B. L. F. G. U. (2015). Lebensmittel: Selen. Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 2020. https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/schwermetalle/selen/index.htm

Nahrungsergänzungsmittel mit Selen - Lebensmittelverband Deutschland. (2013). Lebensmittelverband Deutschland. https://www.lebensmittelverband.de/de/verband/positionen/bll-stellungnahme-stiwa-nem-mit-selen

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