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Spirulina-Inhaltsstoffe – Was steckt in der Alge?

Spirulina Inhaltsstoffe

Achtung: Spirulina ist nicht gleich Spirulina! Gerade bei Nahrungsergänzungsmitteln können sich Qualität und Inhaltsstoffe je nach Hersteller stark unterscheiden. Denn für Spirulina-Inhaltsstoffe und -Produktionsbedingungen gibt es noch keine einheitlichen Qualitätsstandards. Natürlich ist überall Spirulina drin, wo Spirulina draufsteht. Doch bei der Herstellung gibt es erhebliche Unterschiede, die sich auf die Qualität des Produkts auswirken. Deshalb werben inzwischen einige hochwertige Anbieter mit ihrer DIN ISO- und GMP-zertifizierten Produktion, Analysezertifikaten und eigenen Schadstoffkontrollen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Denn auf der Verpackung steht nicht drauf, ob die Spirulina-Algen ggf. mit Schermetallen oder radioaktiver Strahlung belastet sind, weil sie nicht in einem geschlossenen System gezüchtet wurden. Deshalb solltest Du bei der Auswahl Deiner Spirulina Alge auf den Hersteller und die Spirulina-Inhaltsstoffe achten, um Deinen Körper bestmöglich zu unterstützen.

Wie wird Spirulina angebaut?

Eigentlich ist die Spirulina-Alge in Mittelamerika, Australien, Südostasien und Afrika beheimatet, da sie für ihr Wachstum eine Wassertemperatur von rund 37 Grad benötigt. Damit können wir hier in Deutschland nicht dienen, doch es gibt Algenfarmen, welche die Spirulina in geschützten Gewächshäusern züchten. Zunächst wird eine kleine Menge der Alge im Labor angereichert, sodass Mengen von 100 bis 1.000 ml entstehen. Diese Starterkulturen bevölkern dann nach und nach die großen, flachen Becken im Gewächshaus, die zusammen rund 30.000 Liter aufnehmen können. Zum Wachsen und Vermehren benötigt die Blaualge lediglich 37 Grad warmes Wasser, Sonnenlicht, Kohlenstoffdioxid aus der Luft und ein paar wenige Nährstoffe. In den regionalen Algenfarmen sind die Becken mit Schutzfolie abgedeckt, sodass die Spirulina nicht mit Verunreinigungen aus der Umwelt in Berührung kommt. So kannst Du Dir bei Produkten aus Deutschland sicher sein, dass Du wirklich hochwertige Qualität und Inhaltsstoffe bekommst. Außerdem hältst Du dadurch die Transportwege von der Algenfarm bis zum Verbraucher möglichst kurz, was wiederum der Umwelt zugutekommt.

Infografik: Spirulina Inhaltsstoffe - Spirulina Photosynthese

Infografik: Spirulina Photosynthese

Der Allrounder unter den Superfoods

Eigentlich ist Spirulina nur ein einfacher, einzelliger Organismus, der aufgrund seiner spiralförmigen Struktur den Namen „Spirulina“ erhalten hat. Doch in der gerade mal 0,2 bis 0,5 mm großen, blaugrünen Mikroalge stecken so viele wertvollen Inhaltsstoffe, dass die Vereinten Nationen sie bereits in den 70er Jahren zum Superfood erklärt haben und in Frankreich die erste Spirulina-Farm entstand. Schon die Azteken wussten die Alge zu schätzen und ernteten sie aus den grün-bläulichen Seen rund um die heutige Mexiko-Stadt. Mit Stoffnetzen holten sie die Cyanobakterien aus dem Wasser, trockneten sie und verarbeiteten sie schließlich zusammen mit Teig zu Tortillas. Doch welche Spirulina-Inhaltsstoffe zeichnen die Alge als Superfood aus? Zunächst wäre da der hohe Eiweißgehalt von knapp 60 %, der sich in keinem anderen pflanzlichen Lebensmittel finden lässt. Außerdem beinhaltet Spirulina allerlei wichtige Vitamine, zum Beispiel Vitamin B, C, K und Beta-Carotin (als Vorstufe von Vitamin A). Dazu kommt noch eine ganze Reihe von Mineralstoffen und Spurenelementen, unter anderem Eisen, Calcium, Magnesium und Zink. Zu guter Letzt betreibt die Alge auch noch Photosynthese und verfügt dadurch über Chlorophyll und einige Farbpigmente, die ihr die bläulich-grüne Färbung verleihen und in Deinem Körper die Herstellung roter Blutkörperchen anregen. In der kleinen Alge steckt eine ganze Liste an wertvollen Inhaltsstoffen, die Deinen Körper auf unterschiedliche Weise unterstützen können.

Infografik: Spirulina Inhaltsstoffe

Infografik: Spirulina Inhaltsstoffe

1. Proteine – Der tägliche Eiweiß-Boost für Deinen Körper

Nach Wasser (62 %) haben Proteine (Eiweiße) mit 17 % den höchsten Anteil an Deiner Körpermasse. Sie sind die Bausteine für Deine Muskeln und die Grundlage für viele Stoffwechselprozesse in Deinem Körper (zum Beispiel für das Immunsystem und die Zellreparatur). Zudem werden viele Enzyme und Hormone aus Proteinen gebildet. Allerdings kann Dein Körper Proteine nicht wie beispielsweise Fett speichern, sodass Du ihm täglich genug Eiweiß zur Verfügung stellen musst. Das führt bei vielen Menschen zu einem Eiweiß-Mangel, obwohl Proteine unter anderem in Fleisch, Eiern, Milchprodukten, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten sind. Gerade Vegetarier und Veganer finden in der pflanzlichen Welt nur schwierig eine Alternative zu tierischen Produkten als Proteinquelle. Natürlich kannst Du mit Spirulina nicht Deinen gesamten Eiweiß-Bedarf pro Tag decken, dafür müsstest Du sehr viel Spirulina zu Dir nehmen.
Aber auch mit geringen Mengen Spirulina kannst Du Deinen Körper schon mit zusätzlichem Eiweiß unterstützen, gerade wenn Du sportlich aktiv bist oder Eiweiß-Mangel hast.

Darum ist Spirulina eine gute Proteinquelle:

  1. Die Alge ist eine Pflanze und somit für alle Ernährungsweisen geeignet.
  2. Spirulina besteht zu fast zwei Dritteln aus Proteinen und ist dahingehend ein echtes Superfood.
  3. Im Gegensatz zu härteren Fleischfasern sind die weichen Fasern des Einzellers leicht verdaulich, sodass Dein Körper die Proteine schnell verwerten kann.

2. Aminosäuren – Alle essenziellen Aminosäuren in einer Alge

Der hohe Proteingehalt der Spirulina begünstigt auch den hohen Anteil an Aminosäuren. Denn jedes Protein besteht aus einer Kette von Aminosäuren und wird bei der Verdauung auch wieder in solche zerlegt. Dabei unterscheiden sich die nicht-essenziellen Aminosäuren (die Dein Körper mit den richtigen Nährstoffen selbst herstellen kann) von den essenziellen Aminosäuren (die Du Deinem Körper von außen zuführen musst). Erwachsene können acht Aminosäuren nicht selbst herstellen, bei Kindern sind es zehn. Normalerweise stecken in tierischen Proteinen alle essenziellen Aminosäuren drin, bei Pflanzen ist das schon sehr selten. Hier bildet die Spirulina eher eine Ausnahme. In ihren Proteinen beinhaltet sie alle essenziellen und auch einige nicht-essenzielle Aminosäuren, sodass Dein Körper rundum versorgt ist.

3. Mineralstoffe – Von C wie Calcium bis Z wie Zink

Zu etwas mehr als 5 % besteht Spirulina aus Mineralstoffen. Das ist für so eine kleine Alge schon eine beachtliche Menge, allerdings gibt es auch viele andere Mineralstoff-Lieferanten, die Du für Deine tägliche Ernährung heranziehen kannst. Ein Vorteil der Spirulina: Sie wandelt die anorganischen Mineralstoffe in organische Formen um, sodass Dein Körper sie überhaupt aufnehmen kann. Denn Mineralstoffe kann Dein Körper nicht selbst herstellen, er ist also auf die Zufuhr von außen angewiesen. Allerdings sind Mineralstoffe per se anorganische Nährstoffe, sodass Dein Körper sie nicht verwerten kann. Unter den Spirulina-Inhaltsstoffen finden sich viele verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente, die in organischer Form vorliegen.

Mineralstoffe und Spurenelement von Spirulina (in g pro 100 g):

  • Kupfer (1,8 g)
  • Magnesium (0,9 g)
  • Natrium (0,8 g)
  • Calcium (0,6 g)
  • Phosphor (0,1 g)
  • Eisen (0,02 g)
  • Zink (0,01 g)

4. Vitamine – Eine gesunde Mischung (A, B, E & K)

Ebenso wie Mineralstoffe kann Dein Körper Vitamine (bis auf Vitamin D über Sonnenstrahlen auf Deiner Haut) nicht selbst herstellen. Doch die Liste der Vitamine ist bei den Spirulina-Inhaltsstoffen beachtlich lang und beinhaltet unter anderem fast alle B-Vitamine, Vitamin E, Vitamin K und Beta-Carotin als Vorstufe von Vitamin A (und wichtiges Antioxidans). Bei einigen Vitaminen gehört die Spirulina zu den Top-Lieferanten: Nur Bierhefe hat mehr B1 als die Blaualge und bei Vitamin B2 zählt Spirulina zu den Top 4 Nahrungsmitteln. Allerdings solltest Du Dich nicht von ihrem hohen B12-Gehalt täuschen lassen. Gerade Vegetarier und Veganer sehen darin gern eine Alternative zu tierischen Produkten, allerdings liegt das Vitamin B12 in Spirulina zu 80 % in inaktiver Form vor. Das ist zwar üblicherweise auch in tierischen Lebensmitteln der Fall, aber davon nimmst Du im Alltag normalerweise mehr zu Dir als von einem Nahrungsergänzungsmittel. Somit kann Spirulina Deine tägliche B12-Dosis zwar unterstützen, aber nicht komplett ersetzen.

5. Fettsäuren – Wenig Fett & dafür essenziell

Und jetzt die gute Nachricht: Bei so einer hohen Dichte an Nährstoffen beinhaltet Spirulina bestimmt ebenso viel Fett und Zucker, oder? Eben nicht! Was den Gehalt von Fetten und Kohlenhydraten angeht ist die Alge sehr wirtschaftlich aufgestellt. Gerade einmal 2 bis 5 % des Gewichts von Spirulina besteht aus Fetten. Und dabei reden wir von einem hohen Anteil an essenziellen Fettsäuren wie Omega-3 (z. B. Alpha-Linolensäure) und Omega-6 Fettsäuren (z. B. Gamma-Linolensäure), die für die Gesundheit Deiner Haare, Haut und Nägel zuständig sind und das Cholesterin im Blutkreislauf regulieren. Gerade bei der Gamma-Linolensäure (GLA) gehört die Spirulina-Alge zu gerade mal einer Hand voll Lieferanten: Borretsch-, Nachtkerzen-, Johannisbeeröl und Muttermilch. Doch auch hier gilt: Der geringe Fettanteil der Spirulina kann Deine tägliche Zufuhr an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren ergänzen, aber nicht Deinen täglichen Bedarf komplett decken.

6. Pigmente – Farbe mit Wirkung

Die bläulich-grüne Färbung der Spirulina-Alge sieht nicht nur besonders gesund aus, sondern hat auch eine gesunde Wirkung auf Deinen Körper. Denn die Farbe setzt sich vor allem aus drei Pigmenten zusammen: Phycocyanin (blau), Chlorophyll (grün) und Beta-Carotin (gelb-rot). Die Pigmente unterstützen Stoffwechselprozesse und enzymatische Reaktionen im ganzen Körper, zum Beispiel die Herstellung von roten Blutkörperchen, die Erweiterung der Blutgefäße und die Übermittlung von Nervenimpulsen. Somit tragen die Pigmente neben den Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen ebenfalls einen großen Teil der positiven Eigenschaften der Spirulina-Inhaltsstoffe bei.

Infografik: Spirulina Inhaltsstoffe - Bestandteile der Farbe

Infografik: Spirulina Inhaltsstoffe - Bestandteile der Spirulina-Farbe

Ist Spirulina mit Schadstoffen belastet?

So wie die Spirulina bei ihrem Wachstum Mineralstoffe aus dem Wasser aufnimmt, so kann sie auch schädliche Stoffe an sich binden. Deshalb sind die Produktionsbedingungen auf den Algenfarmen von entscheidender Bedeutung für die Qualität des Nahrungsergänzungsmittels. Bei einem offenen System im Meerwasser kann die Alge unter anderem mit verschiedenen Schwermetallen wie Quecksilber und Blei, schädlichen Bakterien, anderen Algenarten oder auch Kleinstlebewesen in Berührung kommen. Doch bei einem geschlossenen System mit Süßwasseralgen – wie bei einer Algenfarmen in Deutschland – sind diese Faktoren alle ausgeschlossen, sodass nur die wertvollen Spirulina-Inhaltsstoffe übrig bleiben und der tägliche Verzehr unbedenklich ist. Die Spirulina Alge kannst Du als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulver, Kapseln und Tabletten in Deine Ernährung einbauen und somit Deinen Körper auf vielfältige Weise unterstützen und aktivieren.

 

Quellen & zum Weiterlesen

Deng, R./Chow, T.-J. (2010): Hypolipidemic, Antioxidant and Antiinflammatory Activities of Microalgae Spirulina. Online: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2907180/

Otleş, S./Pire, R. (2001): Fatty acid composition of Chlorella and Spirulina microalgae species. In: Journal of AOAC International, Band 84, Ausgabe 6, S. 1708–1714

Institut für Ernährungsinformation (2021): Spirulina getrocknet. Online: https://www.ernaehrung.de/lebensmittel/de/G004400/Spirulina-getrocknet.php

Kay, R. A. (1991): Microalgae as food and supplement. In: Critical Reviews in Food Science and Nutrition, Band 30, Ausgabe 6, S. 555–573

Teuling, E. et al. (2017): Comparison of Protein Extracts from Various Unicellular Green Sources. In: Journal of Agricultural and Food Chemistry, Band 65, Ausgabe 35, S. 7989–8002

Wu, Q. et al. (2016): The antioxidant, immunomodulatory, and anti-inflammatory activities of Spirulina: an overview. In: Archives of Toxicology, Band 90, Ausgabe 8, S. 1817–1840

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