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Wir erklären Dir, wie wichtig Ceramide für Dein gesundes Hautbild sind.

Ceramide sind wichtig für ein strahlendes und gesundes Hautbild. Ohne die speziellen Fette würde Deine Hautbarriere nur halb so gut funktionieren. Ceramide schützen Deinen empfindlichen Mantel nicht nur vor äußeren Einflüssen, sondern verhindern auch den Verlust von Feuchtigkeit.

Kein Wunder, dass Ceramide den Kampf gegen die lästigen Fältchen sinnvoll unterstützen können.

Wir möchten Dir heute erklären, was es mit den fleißigen Helfern auf sich hat. Zudem verraten wir Dir, wie Du Deiner Haut Ceramide auf clevere Weise zur Verfügung stellst.

Was sind Ceramide?

Ceramide stellen spezielle Fette dar, die Deine Hautbarriere in Schuss halten. Häufig werden die Fette auch als Sphingolipide bezeichnet. Wie Du weißt, ist Deine Haut mit unterschiedlichen Schichten ausgestattet. Da wären die Oberhaut (Epidermis), die Lederhaut (Dermis) und die Unterhaut (Subcutis).

Nur wenn alle Schichten zusammenarbeiten, erhältst Du eine gut funktionierende Schutzbarriere, kannst äußere Reize spüren und wirst vor kalten Temperaturen bewahrt. Die oberste Schicht Deiner Haut ist die Heimat der Ceramide. Dort bilden sie den Hauptbestandteil der Hornschicht.

Deine Hornschicht setzt sich sowohl aus Wasser als auch aus Lipiden (Fetten) zusammen. Diese einzigartige Mixtur sorgt dafür, dass abgestorbene Hautzellen, sogenannte (Korneozyten), eine Verbindung miteinander eingehen.

Auf diese Weise entsteht die menschliche Hautbarriere, die uns bei den täglichen Herausforderungen zur Seite steht.

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Infografik: Aufbau der Haut

9 Ceramide – 1 Ziel

Besonders spannend ist, dass es nicht nur einen Ceramid-Typen gibt. Stattdessen sorgen neun verschiedene Arten dafür, dass Deine Haut gesund bleibt. Sie alle sind in Deinem Körper vorhanden.
Zu den Ceramid-Arten zählen:

  • Ceramide 1 – EOS
  • Ceramide 2 – NS
  • Ceramide 3 – NP
  • Ceramide 4 – EOH
  • Ceramide 5 – AS
  • Ceramide 6 – AP
  • Ceramide 7 – AH
  • Ceramide 8 – NH
  • Ceramide 9 – EOP

Ceramide: Haut ist darauf angewiesen

Die Haut ist Dein größtes äußeres Organ. Sie erfüllt zahlreiche Aufgaben und so manches Mal versetzt sie uns ins Staunen. Dein Schutzmantel ist nämlich mehr als ein Spiegel der Jugend.

Wusstest Du zum Beispiel, dass eine Verdickung der Hornschicht, eine Bildung von Pigmenten oder eine Erweiterung sowie Verengung der Gefäße alles Maßnahmen sind, mit denen sie Dich vor äußeren Einflüssen schützt?

Neben der Bodyguard-Funktion reguliert sie den Wärmehaushalt, speichert Wasser, Salz sowie Fett und befördert das nach draußen was nicht mehr benötigt wird, zum Beispiel Stoffwechselprodukte.

Nicht zuletzt macht Deine Haut die Synthese von Vitamin D überhaupt erst möglich. Dazu benötigt sie lediglich Sonnenlicht.

Ganz wertvolle kleine Helfer werden bei der Aufzählung aber häufig außen vor gelassen: Ceramide. Dabei ist der Anteil wirklich beachtlich. In der Hornschicht nehmen Sie mit 60 % den Hauptanteil der Fette ein.

Ceramide sind der Geheimtipp, wenn es um eine gesunde und schöne Haut geht. Schließlich ist Deine Hautbarriere auf sie angewiesen. Durch ihre Mithilfe prallen Schadstoffe ab und Feuchtigkeit wird erhalten.

Genau das ist wichtig. Schließlich können durch äußere Einflüsse freie Radikale entstehen, die den Alterungsprozess beschleunigen. Mangelt es Deiner Haut an Feuchtigkeit, macht sich das schnell an Fältchen bemerkbar.

Wie entstehen Ceramide?

Dein Körper selbst ist in der Lage, Ceramide zu produzieren. Dafür liegt ihm ein genauer Bauplan vor, damit die ideale Zusammensetzung der einzelnen Ceramid-Typen gelingt.

Alle Arten der Ceramide haben etwas gemeinsam: Ihre Produktion basiert auf Membranlipiden. Dein Organismus zieht Phospholipide und Sphingolipide heran, um neue Ceramide ins Leben zu rufen.

In der Kosmetik sollen Ceramide die Haut mit Jugendlichkeit beschenken. Am häufigsten wird dafür Ceramid 3 eingesetzt. Auf der INCI-Liste findest du die Substanz unter dem Begriff: „Ceramide NP“.

Dieses spezielle Ceramid kommt mengenmäßig am häufigsten in Deiner Haut vor.

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Infografik: Natürliche Ceramimde

Ceramide: Wirkung

Ceramide können zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. Häufig werden Ceramide verwendet, um dem natürlichen Alterungsprozess entgegenzuwirken. In Wahrheit profitiert aber jeder Schutzmantel von den körpereigenen Substanzen.

Schließlich stellen sie die Grundbausteine oder besser gesagt den Mörtel der Hautbarriere dar. Sie halten die Bestandteile fest zusammen, damit Schadstoffe nicht hereinkommen und Feuchtigkeit nur verhältnismäßig nach außen dringt.

Gleichzeitig gilt aber auch: Geschädigte und pflegebedürftige Haut sehnt sich besonders nach Schutz sowie Feuchtigkeit.

Die Top 3 der Ceramid-Anwendungen

Wer Ceramide mit Köpfchen einsetzt, kann seiner Haut etwas Gutes tun. Wir möchten Dir an dieser Stelle verraten, in welchen Fällen Ceramide besonders gerne empfohlen werden.

1. Ceramide bei Hautalterung

Alterungserscheinungen gehören zum Leben ganz selbstverständlich dazu. Auch Deine Haut zeigt mit zunehmendem Lebensalter sichtbare Anzeichen für Alterung. Diesen Prozess können wir nicht gänzlich stoppen. Mit ausgewählten Substanzen kann jedoch trotzdem ein sichtbarer Effekt erreicht werden.

Ceramide spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie bilden die Basis für eine gesunde und strahlende Haut. Sie können durch eine bessere Durchfeuchtung einen rosigen Teint und weniger Fältchen bewirken.

2. Ceramide bei trockener haut

Viele Menschen leiden unter trockener Haut. Vielleicht gehörst Du auch dazu. Ohne regelmäßiges Eincremen schuppt sich dann die Haut und sieht älter aus, als sie ist. Schuld daran kann eine Schädigung der Barrierefunktion Deiner Haut sein.

Wenn diese zu viel Feuchtigkeit nach außen lässt, bleibt eine trockene Haut zurück. Die großzügige Freigabe von Feuchtigkeit kann mehrere Ursachen haben. Nicht selten sind aggressive Waschtenside dafür verantwortlich. Diese können sich in Waschlotionen verstecken und die Hautbarriere irritieren.

Nicht auszuschließen ist, dass Deine körpereigene Ceramid-Synthese gestört ist. In diesem Fall raten Experten zu dem Auftragen oder der Einnahme von Ceramiden oder entsprechenden Ceramid-Vorstufen.

3. Ceramide bei Hautkrankheiten

Da Ceramide ein wesentlicher Bestandteil der Hautbarriere sind, ist es nicht verwunderlich, dass sie auch bei Hautkrankheiten empfohlen werden. Für Menschen mit Hauterkrankungen sind exogene Reizfaktoren besonders problematisch.

Wenn Du unter Neurodermitis, Schuppenflechte oder Dermatosen leidest, könnten Ceramide Dir Linderung verschaffen. In einer Studie konnte ein Produkt, unter anderem mit Ceramidvorläufern, nicht nur den Wasserverlust und die Hauttrockenheit reduzieren, sondern auch den Gehalt an Ceramiden erhöhen.

Das ist deshalb so interessant, da es Hinweise darauf gibt, dass bei Neurodermitis, Dermatosen und Schuppenflechte eine verringerte Konzentration von Ceramiden vorliegt.

Ceramide: Creme oder Kapseln?

Wenn Du Dich über Ceramide informierst, wirst Du besonders häufig auf Cremes stoßen. Von außen aufgetragen, sollen sie den Schutzmantel bereichern und direkt an Ort und Stelle wirken.

Allerdings gibt es noch eine andere Möglichkeit, Deinem Körper Ceramide zur Verfügung zu stellen. Mit einer innerlichen Einnahme könnten die körpereigenen Bausteine womöglich noch besser genutzt werden.

Dazu musst Du wissen, dass Du mit dem Alter Ceramide verlierst. Die Folge: trockene, juckende Haut, die auch mit Falten in Verbindung stehen kann. Die orale Einnahme von Ceramiden hilft dabei, den Ceramidgehalt der Haut wieder in Balance zu bringen.

Wenn Ceramide über den Blutkreislauf in die Haut gelangen, kann sich Deine Haut hydratisierter und praller anfühlen.

Ein weiterer Vorteil von Kapseln ist, dass sie mit wertvollen Nährstoffen kombiniert werden können. Dabei bieten sich sogenannte Antioxidantien an. Sie haben die Aufgabe, freie Radikale abzufangen. Die aggressiven Sauerstoffmoleküle setzen den körpereigenen Zellen zu und sollen den Alterungsprozess beschleunigen.

Mit einer gesunden Ernährung nimmst Du schon viele Antioxidantien auf. Vitamin C ist beispielsweise der bekannteste Vertreter der Gruppe und befindet sich vor allem in Zitrusfrüchten. Eine gezielte Aufnahme von Antioxidantien kann nicht nur Deinem Wohlbefinden, sondern auch Deiner Haut zugutekommen.

Bei der Produktauswahl ist es wichtig, dass Du auf eine gute Kombination der Inhaltsstoffe achtest. Nur auf diese Weise erhält Dein Körper Wirkstoffe, von denen Deine Haut profitieren kann.

Clever kombiniert: Ceramide + Ellagsäure

Wenn du Deinem Körper Ceramide mit Produkten zur Verfügung stellen möchtest, ist es wichtig, auf eine gute Qualität zu achten. Hochwertige Inhaltsstoffe sind hierbei besonders empfehlenswert. Überflüssige Zusatzstoffe sollten jedoch draußen bleiben. Auf diese Weise stellst Du sicher, dass Dein Körper nicht belastet wird. In der Praxis hat sich eine Kombination aus Ceramiden und Ellagsäure besonders bewährt. Der Pflanzenwirkstoff Ellagsäure fungiert als Antioxidans und hilft so dabei, aggressive Radikale abzufangen. In der Natur liefert Granatapfel-Extrakt besonders viel Ellagsäure. Halten wir fest: Ceramide können Deine Hautbarriere im Alltag unterstützen, indem sie eine gute Durchfeuchtung ermöglichen. Ellagsäure ist ein cleverer Partner, der freien Radikalen die Stirn bietet. Übrigens gibt es noch mehr hautfreundliche Substanzen wie Biotin, Niacin, Zink und Vitamin C. Das Produkt for you haut vital hat alle Hautschmeichler in nur einem Produkt vereint.


Quellen & zum Weiterlesen

CERAMOSIDESTM. (o. D.). SEPPIC. https://www.seppic.com/en/ceramosides

Cross, J. (2006). MEDLINE, PubMed, PubMed Central, and the NLM. Editors’ Bulletin, 2(1), 1–5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22812593/

Dermokosmetika gegen Hautalterung. (2017). Leitlinie der GD Gesellschaft für Dermopharmazie e. V. https://www.gd-online.de/german/veranstalt/images2017/GD_LL_Dermokosmetika_gegen_Hautalterung_13.03.2017.pdf

Die Haut - Anatomie und Funktion | DKG. (o. D.). krebsgesellschaft. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/der-aufbau-der-haut.html

Vörös, T., Takács, K. & Réger, P. (2020a). https://epitoanyag.org.hu/wp-content/uploads/2020/12/10.14382_epitoanyag-jsbcm.2020.32.pdf. Epitoanyag - Journal of Silicate Based and Composite Materials, 72(6), 205–209. https://doi.org/10.14382/epitoanyag-jsbcm.2020.33

Zwick, Y. (2018, 16. Februar). Die Haut: Aufbau, Funktion und Krankheiten. springerpflege.de. https://www.springerpflege.de/hautpflege/hauterkrankungen/haut-aufbau-funktion-und-krankheiten/15089698