Wildkräuter-Erdbeer-Salat

Rezept: Wildkräuter-Erdbeer-Salat
Der Wildkräuter-Erdbeer-Salat ist im Handumdrehen angerichtet und schmeckt super lecker.

Im Sommer finden wir im Wald ganz besondere wilde Köstlichkeiten. Die kleinen roten Früchte der Wald-Erdbeere leuchten am Wegesrand und an Böschungen, bevorzugt an sonnigen Standorten. Aber nicht nur auf den Lichtungen des Waldes, auch in Gärten, beispielsweise auf etwas verwilderten Rasenflächen und am Gehölzrand breiten sie sich gerne aus. Nährstoffreicher, durchlässiger Boden kommt den Wald-Erdbeeren entgegen, die gerne auch Ausläufer bilden und so zum hübschen, wilden Bodendeckern avancieren können. Und spätestens dann findet man genug davon, um sie für einen köstlichen Salat zu nutzen.

Zutaten (für 2 Personen)

  • 3 Handvoll milde Kräuter wie Franzosenkraut, Vogelmiere, Veilchenblätter und junge Triebe vom Labkraut
  • 1 Handvoll mit jeweils einigen jungen Blättern von Löwenzahn, Gundermann, Dost und Wald-Erdbeere
  • 2 Handvoll Wald-Erdbeeren
  • 1 EL Apfelessig
  • 2 EL Öl
  • nach Geschmack Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Kräuter klein zupfen. Ein Drittel der Erdbeeren mit einer Gabel zerdrücken und mit Apfelessig, Öl, Salz und Pfeffer verrühren.
  2. Die Mischung durch ein feines Sieb streichen.
  3. Die Kräuter auf Tellern anrichten und die Erdbeervinaigrette darübergeben. Mit den restlichen Erdbeeren dekorieren.

Mehr wilde und gesunde Info:

Erdbeeren galten früher als wichtiges Heilmittel, und zwar nicht nur die stark gerbstoffhaltigen Blätter (5-10 %), sondern auch die Früchte. Diese wirken entwässernd und wurden bei vielerlei Krankheiten wie Gicht, Arthritis, Fieber und Erkrankungen von Leber und Galle eingesetzt. Flavonoide, Phytosterine, Vitamine (unter anderem C, E, K und Folat) und Mineralstoffe machen die Früchte so wertvoll. Mittlerweile zeigen auch wissenschaftliche Studien die Möglichkeit einer positiven Wirkung auf die Darmgesundheit und zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Blätter der Wald-Erdbeeren kannst Du auch in rohköstlichen Kuchenteigen und Smoothies verarbeiten – sie fallen nicht auf und können dort aber ihre zellschützende und harntreibende Wirkung ebenso entfalten. Die Blüten und jungen Blätter eignen sich sehr gut als essbare Dekoration, außerdem für Kräutermischungen, für Salat und zu Gemüsegerichten.


Wild und Roh Buch - Christine Volm

Dr. Christine Volm

Dr. Christine Volm ist promovierte Gartenbauwissenschaftlerin und als Beraterin für Ernährung mit Rohkost und Wildpflanzen tätig. Sie kennt als Botanikerin die Wildpflanzen und hat langjährige eigene Rohkost-Erfahrung. Seminar- und Exkursionstermine und mehr zu Wildpflanzen und Rohkost in ihrem Blog und in diesem Beitrag.

Quellen & zum Weiterlesen

Volm, C. (2013). Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich: sicher erkennen, vegan genießen. Verlag Eugen Ulmer.

Bild: © Maximilian Ludwig, Sindelfingen

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